{"id":338,"date":"2020-02-26T11:14:30","date_gmt":"2020-02-26T10:14:30","guid":{"rendered":"http:\/\/meinungstreff.biebertaler-bilderbogen.de\/?p=47"},"modified":"2021-02-01T11:37:30","modified_gmt":"2021-02-01T10:37:30","slug":"windkraft-initiative-gruenberger-aerzte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/treffpunkte.bibibo.info\/?p=338","title":{"rendered":"Windkraft -Initiative Gr\u00fcnberger \u00c4rzte"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Gesundheitliche Risiken als Folge von Infraschall- Dauerbelastungen durch Windturbinen \u00c4rzteinitiative gegen die Errichtung von Windenergieanlagen an problematischen Standorten in Gr\u00fcnberg und Umgebung im Projekt \u201eIGL\u201c&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrter Herr Regierungspr\u00e4sident Dr. Lars Wittek, sehr geehrte Mitglieder der Regionalversammlung Mittelhessen, sehr geehrte Landr\u00e4tin, Kreisbeigeordnete und Dezernenten des Landkreises Gie\u00dfen!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative Gr\u00fcnberger \u00c4rzte wendet sich mit diesem Aufruf zugleich an das Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen sowie an den B\u00fcrgermeister und Magistrat der Stadt Gr\u00fcnberg sowie an die betreffenden Dezernate des Landkreises Gie\u00dfen, mit der Bitte um Kenntnisnahme und um enstliche Ber\u00fccksichtigung der \u00f6ffentlichen Belange hinsichtlich der Vermeidung von problematischen Standorten zur Errichtung von Gro\u00dfwindenergie- anlagen hier vor Ort.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pr\u00e4misse&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir betonen ausdr\u00fccklich, dass unsere Initiative als ein unabh\u00e4ngiges \u00e4rztliches Votum zu verstehen ist, welches ausschlie\u00dflich aus unserer Verantwortung f\u00fcr die vorbeugende Gesundheit unserer Bev\u00f6lkerung begr\u00fcndet ist. Deshalb erfolgt unser Aufruf frei von jeglicher politischer Bewertung im Hinblick auf die allgemein umstrittene Thematik zur Windenegienutzung als solche. Wir m\u00f6chten diesen Appell auch in keinem Fall als eine voreingenommene Stellungnahme zu der grund- legenden Frage verstanden wissen, ob Windenergie-Anlagen per se aufgrund sachlicher bzw. technischer oder \u00f6kologischer Aspekte \u00fcberhaupt gerechtfertigt sein m\u00f6gen oder nicht. Einzig und allein steht hier zur Diskussion, ob von dem Betrieb derartiger gro\u00dftechnischer Anlagen, wie den hier vor Ort geplanten Windturbinen, eine m\u00f6gliche Gef\u00e4hrdung der Gesundheit ausgehen kann. Demzufolge beschr\u00e4nken wir unser Votum ausschlie\u00dflich auf die derzeit in Gr\u00fcnberg vorgesehenen kritischen Standorte und dies unter den jeweils vorgegebenen Betriebsbedingungen der Anlagen. Und wir thematisieren hierbei unsere Besorgnis im Hinblick auf den nach unserem \u00e4rztlichen Ermessen unzureichenden Immisionsschutz der Gr\u00fcnberger Mitb\u00fcrger.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Allgemeine Problematik hinsichtlich des Schutzes vor sch\u00e4dlichen Immissionen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Recht auf Gesundheit geh\u00f6rt zu den Grundrechten eines Menschen im Geltungs- bereich des Grundgesetzes f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland. Denn:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jeder hat das Recht auf Leben und k\u00f6rperliche Unversehrtheit. \u2013 GG Art. 2 Abs. 2&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Hinblick auf den Immissionsschutz gew\u00e4hrleisten die hierbei geltenden gesetzlichen Grundlagen (nach BImSchG) in der Regel ein hohes Schutzniveau f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem hier gegebenen Fall geht es jedoch um den besonderen Schutzanspruch des B\u00fcrgers gegen m\u00f6gliche Gefahren einer sch\u00e4dlichen Immission durch Windturbinen. Eine angemessene Gefahrenvorsorge ist im Allgemeinen aber nur dann m\u00f6glich, wenn f\u00fcr eine bestimmte Art der Umwelteinwirkungen und f\u00fcr bestimmte Noxen auch alle diesbez\u00fcglichen Gef\u00e4hrdungsrisiken hinl\u00e4nglich bekannt sind. Hierzu m\u00fcssen geeignete wissenschaftlich fundierte Nachweise erbracht und durch validierte empirische Studien belegt werden. F\u00fcr den Fall, dass bestimmte Grenzwerte festgelegt werden sollen, sind die betreffenden Parameter, welche an bestimmten gesundheitsgef\u00e4hrdenden Wirkungen beteiligt sind, durch entsprechend anerkannte Messverfahren derart zu quantifizieren. Im Umkehrschluss gilt diese Argumentation selbstverst\u00e4ndlich auch im Falle eines vom betroffenen B\u00fcrger im Sinne seines Schutzanspruchs einzufordernden Unbedenklichkeitsnachweises f\u00fcr eine betreffende Immission. Auch hierbei m\u00fcssen dieselben strengen o.g. Anforderungen gelten, wonach unbedingt ein validierter Nachweis der Unsch\u00e4dlichkeit verlangt werden muss.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachweislich sind die von den Windturbinen ausgehenden Wirkungen auf den Menschen, welche von h\u00f6rbaren tieffrequenten Schallenergien bzw. von unh\u00f6rbarem Infraschall ausgehen, jedoch nur unzureichend erforscht. Da bisher lediglich eine begrenzte Anzahl derartiger Gro\u00dfwindanlagen erst seit wenigen Jahren betrieben wird, ist der wissenschaft- liche Kenntnisstand \u00fcber die weitreichenden Wirkungszusammenh\u00e4nge auf den menschlichen Organismus bisher noch v\u00f6llig unzul\u00e4nglich. Belastbare emprische Daten hierzu sind demnach gleichfalls nicht verf\u00fcgbar. Erst recht gibt es keinerlei validierte Studien \u00fcber die Langzeitwirkungen einer Infraschall-Exposition \u00fcber viele Jahre und sogar Jahzehnte hinweg. Bei einer erwarteten Betriebszeit der Windturbinen von mehr als 20 Jahren w\u00e4ren die Betroffenen somit einer Infraschall-Dauerbelastung \u00fcber 175.000 Stunden ausgesetzt. V\u00f6llige Unkenntnis herrscht indes \u00fcber die Wirkungen einer Infraschall-Exposition \u00fcber derart lange Zeitr\u00e4ume!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die von den jeweils Bevorteilten der Windenergienutzung oftmals behauptete gesund- heitliche Unbedenklichkeit der Infraschallemission von Windturbinen ist hingegen noch v\u00f6llig unbewiesen. Denn&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>es gibt keine belastbaren Studien, die die Unbedenklichkeit von langfristiger Einwirkung tieffrequenten Schalls unterhalb der H\u00f6rschwelle beweisen!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass derartige Studien zu den Schallemissionen von Windkraftanlagen fehlen, wird vom Umweltbundesamt und auch vom Robert-Koch-Institut ausdr\u00fccklich beanstandet. (S.9ff.)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im entschiedenen Widerspruch zu der zweifelhaften Behauptung einer grunds\u00e4tzlichen Unsch\u00e4dlichkeit ist hingegen inzwischen unbestreitbar, dass die von den Windturbinen ausgehenden niederfrequenten Schallimmissionen tats\u00e4chlich zahlreiche sch\u00e4digende Wirkungen auf den menschlichen Organismus aufweisen. Dies wird \u00fcbrigens auch durch unsere diesbez\u00fcglichen Recherchen zweifelsfrei belegt. Denn in den betreffenden wissenschaftlichen Studien wird auf alle m\u00f6glichen Gesundheitsrisiken immer wieder dezidiert hingewiesen (siehe dazu die Darstellung unserer Argumentationsgrundlage auf Seite 5 ff nebst Literaturquellen) Besonders problematisch wird hingegen die Frage nach den rechtlichen Anforderungen an die Genehmigung von Windenergieanlagen. Denn in der Verwaltungspraxis, z.B. nach dem BImSchG, werden derartige Anlagen, lediglich gest\u00fctzt auf den Richtlinien der TA L\u00e4rm, nach unserer Beurteilung auf unvertretbare Weise vorschnell genehmigt. Wir halten diese Verfahrensweise im Sinne des Schutzinteresses f\u00fcr die Gesundheit des betroffenen B\u00fcrgers f\u00fcr h\u00f6chst unverantwortlich. Denn die Mess- und Auswertungsvorschriften und die ben\u00f6tigten Schallprognosen im formalen Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen sind gem\u00e4\u00df dem leider derzeit immer noch geltenden, aber \u00e4u\u00dferst problematischen Regelwerk jedoch g\u00e4nzlich ungeeignet, den Schutz der sensiblen Strukturen im menschlichen Organismus zu gew\u00e4hrleisten. Diese rein formale Regelung blendet die inzwischen l\u00e4ngst bekannten gesundheitlichen Risiken f\u00fcr den Menschen jedoch v\u00f6llig aus. Die Argumente bzgl. der ungeeigneten Schutznormen werden wir im Abschnitt 4 auf Seite 11ff gesondert darstellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die konkrete Problematik bez\u00fcglich der WEA Standorte in Gr\u00fcnberg&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nunmehr m\u00f6chten wir die gegenw\u00e4rtig vorgesehenen und von uns beanstandeten WEA- Standorte im Hinblick auf die besonderen Verh\u00e4ltnisse in der Gemeinde Gr\u00fcnberg aufgreifen. Unser Appell richtet sich in diesem konkreten Fall an die Planer und potentiellen Betreiber des regionalen Windpark-Projektes \u201eIGL\u201c (der iTerra GmbH &amp; Co.KG , bzw. der IGL Windparkenergie GmbH &amp; Ko.KG.) innerhalb der Liegenschaften der Gemeinde Gr\u00fcnberg und an die verantwortungsbewu\u00dften kommunalpolitischen Akteure sowie an die betreffende Genehmigungsbeh\u00f6rde. Die hierin geplanten Windturbinen w\u00fcrden ein nicht hinnehmbares Gesundheitsrisiko darstellen. Denn diese insgesamt f\u00fcnf Anlagen befinden sich auf einigen bedenklichen Fl\u00e4chen in v\u00f6llig unzureichendem Abstand zu den dort angrenzenden Anwohnern. Aus den betreffenden \u00f6ffentlich bekanntgewordenen Planungsunterlagen ist nunmehr klar ersichtlich, dass in mehreren F\u00e4llen die betreffenden WEA-Standorte z.B. im n\u00e4heren Umfeld zur Theo-Koch-Schule Gr\u00fcnberg und den Ortsteilen Weickartshain und Lehnheim sowie ganz in der N\u00e4he zu einem Landwirtschaftlichen Betrieb vorgesehen wurden. (Zur Kartierung siehe ANLAGE) Wir Gr\u00fcnberger Umweltmediziner, Biomediziner und \u00c4rzte haben vor allem die real existierenden Gef\u00e4hrdungen im Blickfeld, welche von Windturbinen an problematischen Standorten ausgehen und die zudem noch v\u00f6llig unzureichende Abst\u00e4nde zu den angrenzenden Bewohnern aufweisen. Insbesondere m\u00f6chten wir noch einmal mit gro\u00dfer Eindringlichkeit auf die Problematik der gesundheitsgef\u00e4hrdenden Wirkung einer ununterbrochenen und jahrzehntelangen Schallexposition mit sehr niederfrequenten Schallenergien auf die davon betroffenen Gr\u00fcnberger Mitb\u00fcrger aufmerksam machen. Denn dieser gemeinhin als \u201eInfraschall\u201c bezeichnete Anteil der von den Windturbinen emittierten sehr niederfrequenten Schallenergie stellt nach Sichtung der diesbez\u00fcglichen bereits vorliegenden wissenschaftlichen Studien sowie aufgrund \u00e4rztlicher Kommunikation ein gesundheitliches Gef\u00e4hrdungsrisiko dar. Dies gilt insbesondere f\u00fcr diejenigen Menschen, welche dieser Dauerbelastung im Falle eines nachweislich unzureichenden Abstandes zu den WEA ausgesetzt sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deshalb stellen wir die Forderung auf, die diesbez\u00fcglichen Planungen in Gr\u00fcnberg vorsorglich noch einmal einer kritischen Revision zu unterziehen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie z.B. die betreffende Verordnung im Bundesland Bayern ausweist, wird hier eine Mindest-Entfernung von der 10-fachen WEA-Bauh\u00f6he, bezogen auf die betreffende Windenergie-Anlage, gefordert. Diese Regelung sollte gem\u00e4\u00df dem Vorsorgeprinzip und im Sinne eines pr\u00e4ventiven Schutzes der Gr\u00fcnberger Bev\u00f6lkerung ebenso auch f\u00fcr unser Gemeindegebiet als absolute Mindestdistanz auf gar keinen Fall unterschritten werden. Nach den derzeitigen wissenschaftlichen Studienergebnissen und gem\u00e4\u00df der einschl\u00e4gigen Publikation von B. Voigt zur Thematik: \u201e<em>Gesundheitsgef\u00e4hrdung durch Infraschall. &#8211; Wie ist der internationale Stand des Wissens? &#8211; Sind die Mindestabst\u00e4nde in Deutschland ausreichend gro\u00df?\u201d, <\/em>wird hingegen ein Mindestabstand von 3000m eingefordert, welcher nach heutigem Erkenntnisstand als vertretbar erscheint. Da die im Gr\u00fcnberger Windparkprojekt \u201eIGL\u201c vorgesehenen Windturbinen inzwischen in einer Leistungsklasse von \u00fcber 2 Megawatt mit einer Bauh\u00f6he von 210m betrieben werden sollen, welche in Hessen bisher kaum verbreitet sind und wobei zudem eine sehr geringe Anzahl derartiger Gro\u00dfwindanlagen bisher erst wenige Jahre im Betrieb ist, k\u00f6nnen zu dieser Problematik auch noch keine empirischen Langzeitstudien existieren. Zur realistischen Risikoabsch\u00e4tzung der gesundheitsgef\u00e4hrdenden Infraschallenergien bedarf es hingegen belastbarer Daten, welche jedoch erst aufgrund von Untersuchungen nach einer jahrzehntelangen Dauerbelastung verf\u00fcgbar sein werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser unw\u00e4gbaren Risiken tragen wir als \u00c4rzte, unabh\u00e4ngig von unserer fachlichen Ausrichtung, eine Verantwortung f\u00fcr die vorbeugende Gesundheit unserer Bev\u00f6lkerung und fordern somit die Einhaltung eines sicheren Abstandes der betreffenden WEA Standorte zu den angrenzenden Bewohnern. Die um Gr\u00fcnberg geplanten Windkraftanlagen st\u00fcnden nach Durchsicht der aktuellen Planungsunterlagen somit deutlich n\u00e4her zu den Ortsteilen Lehnheim, Lauter, Weickartshain, Stockhausen und auch zu gro\u00dfen Teilen der Gr\u00fcnberger Wohngebiete. Die Theo-Koch-Schule mit \u00fcber 1500 Sch\u00fclern liegt nur ca. 1200 Meter von den geplanten Anlagen entfernt. Hier lernen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zu 8 Stunden t\u00e4glich und w\u00e4ren dabei den genannten gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. (Hinweis: Die in der ANLAGE enthaltenen Lagekarten zeigen die geplanten Windenergie- anlagen und ihre Abst\u00e4nde zu den jeweils betroffenen Gr\u00fcnberger Ortsteilen sowie zur TKS.)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fordern:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Keine Genehmigungsf\u00e4higkeit der im Projekt \u201eIGL\u201c geplanten Windenergieanlagen f\u00fcr den Fall, dass die betreffenden Standorte nicht einen weitgehend als sicher geltenden Mindestabstand von 3000m zur umgebenden Wohnbebauung bzw. zu den Gr\u00fcnberger Schulen aufweisen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention halten wir f\u00fcr zwingend geboten, solange eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der betreffenden Anlagen wissenschaftlich noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen worden ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen schlie\u00dfen wir uns dem Votum unserer Kollegen des \u201e<em>\u00c4rzteforums Emissionsschutz AEFIS, Bad Orb<\/em>\u201c vollinhaltlich an (siehe dazu Seite 10ff)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Initiative Gr\u00fcnberger \u00c4rzte&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>vertreten durch&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Ortger Krantz Prof. Dr. Horst Prehn&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<p><strong>ANHANG&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurzfassung der Argumentationsgrundlage&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Definitionen:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Immission <\/strong>(aus dem lateinischen) bedeutet \u201einnenw\u00e4ndig eindringen\u201d in K\u00f6rperzellen. Immissionen in Zellsysteme zur Wahrnehmung von Sinneswelten beruhen auf physikalischen Einwirkungen, die biophysikalisch weiterverarbeitet das Gehirn \u00fcber Umwelteinfl\u00fcsse informieren. Diese Perzeption von Umweltreizen wird im Gehirn zur bewussten Wahrnehmung (Apperzeption) aufbereitet. Dies geschieht \u00fcber komplexe neuronale Verschaltungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schallwahrnehmung&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schall erreicht in der Regel \u00fcber die Luft das menschliche Geh\u00f6r mit dem Ohr als zust\u00e4ndigem Sinnesorgan. Tieffrequente Schallereignisse k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus auch mit anderen Organen wahrgenommen werden (taktile sowie vestibul\u00e4re Wahrnehmung). \u00dcber das Trommelfell und die Geh\u00f6rkn\u00f6chel werden die Schallwellen an das Innenohr weitergeleitet und \u00fcber die inneren und \u00e4u\u00dferen Haarzellen an die weiterleitenden Nervenbahnen \u00fcbertragen. Die \u00e4u\u00dferen Haarzellen sind anders als die inneren Haarzellen fest mit der Tektorialmembran verbunden. Dadurch ist auch bei langsamen Bewegungen durch sehr tiefe Frequenzen eine gro\u00dfe Auslenkung und damit eine signifikante Reizwahrnehmung m\u00f6glich (Salt 2011). Von Teilen der H\u00f6rbahn wird das Kerngebiet der Amygdala miterfasst und auch miterregt. Ihre Funktion besteht unter anderem in einem modulierenden Einflu\u00df auf die Zentren des Hypothalamus, der seinerseits das beherrschende vegetativ-nerv\u00f6se bzw. hormonelle Regulationszentrum f\u00fcr den gesamten Organismus darstellt. Diese Verarbeitungssysteme funktionieren ohne kognitive Beteiligung, was dazu f\u00fchrt, dass sie auch w\u00e4hrend des Schlafes vollst\u00e4ndig aktiv sind (Spreng in Ising u.a. 2001). Schallimmissionen haben dadurch nicht nur aurale, sondern auch extra-aurale Wirkung, z.B. in Form von k\u00f6rperlichen Stressreaktionen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stress&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stress ist eine physiologische Reaktion des K\u00f6rpers auf einen physischen oder psychischen Reiz und ist modulierbar durch das Gef\u00fchl der Kontrolle \u00fcber die Situation. Er beruht auf einem uralten genetischen Programm, das der Lebenserhaltung, je nach Bedarf, durch einen Flucht- oder Angriffsmechanismus dient. Bei Gefahr erfolgt eine immense Energiebereitstellung (Adrenalin, Sympathikus), gleichzeitig erfolgt im Rahmen der Alarmreaktion des K\u00f6rpers eine blitzartige Mobilmachung aller K\u00f6rperreserven. \u00dcber das Zentralnervensystem (spez. limbisches System) wird zum einen die Achse \u201eHypothalamus &gt; Hypophyse &gt; Nebennierenrinde &gt; Immunsystem\u201c und zum anderen die Achse \u201eSympathikus &gt; Nebennierenmark &gt; Herz-Kreislauf-System\u201c aktiviert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stressreaktionen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Blutdruck und Puls steigen an, Muskelspannung und Atemfrequenz nehmen zu, die Blutgerinnung wird aktiviert, es werden mehr Glucose und freie Fetts\u00e4uren bereitgestellt. Im Gegenzug werden Verdauung, Immunkompetenz und Sexualfunktion in ihrer Aktivit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt. Wird die Stress-Situation zu einem Dauerzustand, kann die nat\u00fcrliche Abfolge von Stressbew\u00e4ltigung und Entspannung nicht stattfinden und es kommt zu den typischen Stressfolgen:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; St\u00f6rungen der Konzentration und des Ged\u00e4chtnisses &#8211; Nervosit\u00e4t, Gereiztheit, Unzufriedenheit, Unausgeglichenheit &#8211; Angst, Unsicherheit, Aggressionen, Apathie &#8211; Chronische M\u00fcdigkeit &#8211; Schlafst\u00f6rungen &#8211; Infekte &#8211; Herz-Kreislauf-Beschwerden &#8211; Gastritis, Verdauungsbeschwerden &#8211; muskul\u00e4re Verspannungen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Akustische Immissionen durch Windturbinen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Windkraftanlagen sind Energiewandler, die durch Umwandlung der Bewegungsenergie des Windes in Rotationsenergie mit Hilfe eines Generators elektrische Energie erzeugen k\u00f6nnen. Dabei kann dem anstr\u00f6menden Wind maximal 59% seiner Leistung im Sinne der Energieerzeugung entzogen werden (Betz sches Gesetz). Moderne Windkraftanlagen erreichen derzeit einen Leistungsbeiwert von 40%. Der nicht nutzbare Energieanteil des Windes (theoretisch mindestens 41%, praktisch derzeit 60%) findet sich in Form von Druckwellen durch Turbulenzen wieder. Druckwellen sind nichts anderes als Schall. Eine Windkraftanlage produziert also mehr Schall als Strom! W\u00e4hrend mechanische Ger\u00e4uschursachen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unbedeutend geworden sind, enthalten Schallemissionen von Windkraftanlagen heute fast ausschlie\u00dflich L\u00e4rm- komponenten aerodynamischen Ursprungs. Mit der angestrebten Zunahme der Anlagengr\u00f6\u00dfe (Repowering) werden neben der Turmh\u00f6he auch die Rotorradien vergr\u00f6\u00dfert. Mittlerweile hat dadurch eine moderne Windkraftanlage die doppelte Spannweite eines Jumbojets erreicht. Die Eigenfrequenz der Rotorbl\u00e4tter liegt mit unterhalb 16Hz im nicht h\u00f6rbaren Infraschallbereich. Die Rotorspitzen bewegen sich mit bis zu 400km\/h auf einer Kreisbahn. Dabei breiten sich wie bei einem Jumbojet Wirbelschleppen in Lee-Richtung aus. Die Vergr\u00f6\u00dferungg der Anlagen hat sowohl st\u00e4rkere als auch zunehmend niederfrequente Schallemissionen zur Folge. Die Schallausbreitung wird durch die Ph\u00e4nomene geometrische Verd\u00fcnnung, Luftd\u00e4mpfung, meteorologische Einfl\u00fcsse, Bodeneffekt, m\u00f6gliche Hinderniswirkung sowie m\u00f6gliche Reflexionen bestimmt. Mit zunehmender Entfernung wird der Schalldruck nach folgendem Gesetz abgeschw\u00e4cht: bei Verdoppelung des Abstands wird bei idealisiert kugelf\u00f6rmigem Ausbreitungsmuster der Schalldruck halbiert, sinkt also um 6 dB. Bei ung\u00fcnstigen Umgebungseinfl\u00fcssen kann ein eher zylindrischer Ausbreitungsmodus mit nur 3 dB Schalldruckabnahme je Abstands- verdoppelung entstehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viele gleichartige Anlagen erh\u00f6hen den Schallpegel nach folgender Faustregel:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Ein Anlagenpaar erzeugt zusammen 3 dB mehr Schalldruck als die einzelne Anlage. &#8211; Je langwelliger der Schall ist, desto durchdringender veh\u00e4lt er sich. &#8211; Mit sinkender Schallfrequenz wird die Schallabsorption durch D\u00e4mmma\u00dfnahmen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>wirkungslos. &#8211; Infraschall l\u00e4\u00dft sich durch keine Schutzma\u00dfnahmen bremsen, er nimmt nur langsam mit&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>zunehmendem Abstand zu seinem Ursprungsort ab. &#8211; Innerhalb von Geb\u00e4uden sind h\u00e4ufig h\u00f6here Me\u00dfwerte nachweisbar als davor,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>routinem\u00e4\u00dfige Messungen im Haus sind bisher nicht vorgeschrieben. &#8211; Infraschall ist noch in 10km Abstand von Windenergieanlagen nachweisbar!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00e4rm-Schall im H\u00f6rbereich&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4rm kann man unterteilen in eine objektive Komponente, die dem physikalischer Reiz entspricht (Lautst\u00e4rke in dB, Impulshaltigkeit) und in eine subjektive Komponente, die aus dem individuellen Erleben besteht (wie das Ger\u00e4usch empfunden\/bewertet wird). Durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz und die TA L\u00e4rm soll der Mensch vor sch\u00e4dlicher L\u00e4rmeinwirkung gesch\u00fctzt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auszug aus den Richtwerten der TA L\u00e4rm:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kerngebiete, Dorfgebiete und Mischgebiete: tags 60 dB(A); nachts 45 dB(A) Allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete: tags 55 dB(A); nachts 40 dB(A) Reine Wohngebiete: tags 50 dB(A); nachts 35 dB(A)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einzelne kurzzeitige Ger\u00e4uschspitzen d\u00fcrfen die Immissionwerte am Tage um nicht mehr als 30 dB(A) und in der Nacht um nicht mehr als 20 dB(A) \u00fcberschreiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niederfrequenter Schall bzw. Infraschall&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahrnehmung und Wirkung tieffrequenter Ger\u00e4usche unterscheiden sich erheblich von der Wahrnehmung und Wirkung mittel- und hochfrequenter Ger\u00e4usche. Im Bereich zwischen 60 und 16 Hz (niederfrequenter Schall) nimmt bei noch vorhandenem H\u00f6reindruck die Tonh\u00f6henempfindung ab, die unter 16 Hz (Infraschall) v\u00f6llig verschwindet. Bei entsprechendem Schalldruckpegel wird Infraschall als Pulsation oder Vibration vom K\u00f6rper aufgenommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die h\u00f6chste Empfindlichkeit des H\u00f6rorgans liegt bei 3.000 &#8211; 4.000 Hz, Ger\u00e4usche mit z.B. 10 Hz k\u00f6nnen auch bei hohen Pegeln von 100 dB nicht mehr \u201egeh\u00f6rt\u201c werden. Die Wirkungen auf die anderen K\u00f6rperorgane (Gehirn, Herz-Kreislauf, Leber, Nieren, Magen, Skelett) existieren aber unabh\u00e4ngig vom Geh\u00f6r als sogenannte <em>extraurale Wirkung<\/em>. Forschungen von Salt haben 2012 gezeigt, da\u00df die \u00e4u\u00dferen Haarzellen des Innenohres durch tieffrequenten Schall mit Schalldruckpegeln unterhalb der bis dahin beschriebenen Wahrnehmungsschwelle erregt werden und Informationen an das Gehirn weiterleiten. Bei einer Frequenz von 10 Hz gen\u00fcgt daf\u00fcr ein Schalldruck von 60 dB.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirkungen der nicht geh\u00f6rten, aber im Gehirn verarbeiteten Schallereignisse sind vielf\u00e4ltig. Drei Mechanismen sind bekannt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 <em>Mechanismen der unbewussten Aufmerksamkeitssteigerung<\/em>: Infraschall beeinflusst die auditive Verarbeitung und die Funktion des Stammhirns, der Schnittstelle von R\u00fcckenmark und Gehirn. Hier findet die Steuerung essentieller Lebensfunktionen statt (Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung, wichtige Reflexe). Tieffrequenter Schall versetzt somit das Stammhirn in einen \u201eAlarmzustand\u201c. Die Folge: Schlafst\u00f6rungen, Panik, Blutdruckanstieg, Konzentrationsst\u00f6rungen&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 <em>Amplitudenmodulation durch Empfindlichkeits\u00e4nderung der Inneren Haarzellen<\/em>. Die Folge: Pulsation, Unwohlsein, Stress&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 <em>Endolymphatischer Hydrops<\/em>. Die Folge: Unsicherheit, Gleichgewichtsst\u00f6rungen, Schwindel, \u00dcbelkeit, Tinnitus, Druckgef\u00fchl im Ohr, \u201eSeekrankheit\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der in j\u00fcngster Zeit festgestellten Schallaufnahme von Infraschall und Reizweiterleitung durch die \u00e4u\u00dferen Haarzellen des Innenohres (H\u00f6rorgan, Cochlea) werden Schallwellen auch durch das Vestibularorgan (Gleichgewichtsorgan, Otholithenorgan) empfangen. Das Gleichgewichtsorgan ist f\u00fcr Schallwellen von z.B. 10 Hz um 15 dB empfindlicher als das H\u00f6rorgan. Prim\u00e4r entsteht eine Unsicherheit durch verzerrte Wahrnehmung und Verschlechterung der Verarbeitung von Gleichgewichts- signalen, sekund\u00e4r k\u00f6nnen kognitive Probleme, Angst und Panikattacken entstehen. Gew\u00f6hnung als sensibilit\u00e4tsmindernde Adaptation ist in Bezug auf die neurologische (nicht psychoakustische!) Verarbeitung von Langzeit-Niederfrequentem Schall in der Medizin nicht bekannt. Im Gegenteil: je l\u00e4nger die Dauer der Exposition, desto mehr r\u00fccken unterschwellige Ereignisse durch Bahnungseffekte in den Bereich der medizinischen Wirksamkeit (Goldenstein 1967, Ambrose und Rand 2012, Colin H. Hansen 2013). 2005 ist von Weiler in einer Einzeluntersuchung an einer Probandin experimentell nachgewiesen worden, da\u00df sich das EEG durch Infraschalleinwirkung unterhalb der H\u00f6rschwelle signifikant ver\u00e4ndert. Die Topographische Darstellung des Alpha3-Bandes wies dabei ein sehr \u00e4hnliches Verteilungsmuster wie bei Tinnituspatienten auf. F\u00fcr den zweiten langsamen Frequenzbereich (Theta) konnten anhand der Brainmaps erh\u00f6hte Powerwerte im linken und\/oder rechten vorderen Quadranten nachgewiesen werden. Beides sind typische Bilder f\u00fcr eine labile emotionale Lage. Zus\u00e4tzlich konnte eine erh\u00f6hte Theta-power im okzipitalen Bereich dokumentiert werden, was auf das Vorliegen von Schwindel und von Schlafst\u00f6rungen hinweist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Einzelfalluntersuchung ist ein wichtiger Hinweis auf die vermuteten Zusammen- h\u00e4nge, die dringend mit einer ausreichend gro\u00dfen Probandenzahl weiter erforscht werden sollten. Erstmals 2009 von Nina Pierpont und seither auch in vielen anderen Fallberichten weltweit beschrieben, werden die folgenden Symptome inzwischen zur sogenannten <strong>Windturbinen-Krankheit (Wind-Turbine-Syndrome) <\/strong>zusammengefa\u00dft:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schlafst\u00f6rungen Tagesm\u00fcdigkeit, Leistungseinbu\u00dfen Konzentrationsst\u00f6rungen Lernschwierigkeiten bei Kindern Schwindel, Gleichgewichtsst\u00f6rungen Tinnitus Kopfschmerzen Sehst\u00f6rungen Funktionsst\u00f6rungen am Herzen Hoher Blutdruck \u00dcbelkeit, Magen-Darm-St\u00f6rungen Reizbarkeit, innere Unruhe Panikattacken Depression&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Schl\u00fcsselkatalog der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10-GM-20I4) werden Infraschall, mechanische Schwingungen oder Vibrationen unter den Nummern T 75.2 und Z 57.7 gelistet. Wie kann durch ministerielle Brosch\u00fcren und durch \u00c4u\u00dferungen von politischen Mandatstr\u00e4gern st\u00e4ndig der Anschein vermittelt werden, dass von niederfrequenten Emissionen keine Gefahren ausgehen k\u00f6nnen? Man begr\u00fcndet dies damit, der Infraschall der Windkraftanlagen liege deutlich unter der \u201eWahrnehmungsschwelle\u201c des Menschen. Die Orientierung an einer \u201eWahrnehmungsschwelle\u201c ignoriert bekannte Krankheits- entstehungswege. Die krankmachenden Wirkungen niederfrequenter Schallwellen <sub>8&nbsp;<\/sub><\/p>\n\n\n\n<p>beruhen auf messbaren physiologischen Mechanismen und m\u00fcssen von der immer wieder angef\u00fchrten Wahrnehmungsschwelle deutlich getrennt werden! Dies beruht auf der Tatsache, dass die Schallaufnahme bei weitem nicht auf das Geh\u00f6r beschr\u00e4nkt ist (Gehirn, Haut, Gleichgewichtsorgan etc.). Medizinisch erfassbare Wirkungen entstehen bei Langzeitbelastung mit Infraschall durch Bahnungseffekte auch bei Pegeln deutlich unter der \u201eWahrnehmungsschwelle\u201c. Die \u201cWahrnehmungsschwelle\u201d als untere Grenze des Gesundheitsschutzes ist heute nicht mehr akzeptabel. Eine auf den vorliegenden medizinischen Wirkungen basierende \u201eWirkungsschwelle\u201c muss zuk\u00fcnftig den Rahmen der gesundheitlichen Belastung der Bev\u00f6lkerung festlegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist in der Medizin bekannt, dass chronische Krankheiten nach dem Dosis- Wirkungsprinzip entstehen (Dosis im K\u00f6rper ist das Produkt aus Intensit\u00e4t mal Wirkungsdauer.): \u201eDie Dosis macht das Gift\u201d. Dies macht plausibel, warum Infraschallfolgen erst nach Monaten oder Jahren der Belastung entstehen k\u00f6nnen und die Ursache der Erkrankungen somit verschleiert wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die g\u00e4ngige Praxis der Kurzzeitmessungen ignoriert Langzeitfolgen. Dadurch ist die (Schutz-)Norm \u201elangzeitblind\u201c, genau wie gerne zitierte Laboruntersuchungen zur Infraschallproblematik.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt keine belastbaren Studien, die die Unbedenklichkeit von langfristiger Einwirkung tieffrequenten Schalles unterhalb der H\u00f6rschwelle beweisen!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon 2007 hatte das Robert-Koch-Institut einen deutlichen Mangel an umweltmedizinisch orientierten wissenschaftlichen Studien zu tieffrequentem Schall festgestellt und gro\u00dfen Handlungsbedarf gesehen. In der \u201eMachbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall\u201c, die im Juni 2014 vom Umweltbundesamt ver\u00f6ffentlicht worden ist, wird festgestellt:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; dass negative Auswirkungen von Infraschall im Frequenzbereich unter 10 Hz auch&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>bei Schalldruckpegeln unterhalb der H\u00f6rschwelle nicht ausgeschlossen sind &#8211; dass bei tiefen Frequenzen mit steigender Dauer der Exposition die Empfindlichkeit&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>zunimmt &#8211; dass derzeit f\u00fcr den Infraschallbereich (0,1 bis 20 Hz) keine allgemeing\u00fcltige Mess- und&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beurteilungsvorschrift existiert. &#8211; dass im ganzheitlichen Immissionsschutz auch der Frequenzbereich unter 8 Hz ber\u00fccksichtigt werden sollte. (Der Neuentwurf der DIN 45680 ber\u00fccksichtigt nur Frequenzen \u00fcber 8 Hz.) &#8211; dass es fraglich ist, ob das Abstrahlungs- und Ausbreitungsmodell f\u00fcr kleinere&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Windenergieanlagen auf moderne, gro\u00dfe Anlagen \u00fcbertragbar ist. Aufgrund theoretischer Betrachtungen von Str\u00f6mungsakustikern ist nicht davon auszugehen. Zudem kann je nach Ausbreitungsbedingungen der Schalldruckpegel mit zunehmendem Abstand zu- statt abnehmen (Van den Berg 2006)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall beinhaltet die aktuell umfang- reichste Literatur\u00fcbersicht und sieht unver\u00e4ndert einen dringenden Forschungsbedarf. Die \u00c4rztekammer Wien warnt im April 2014 vor gro\u00df dimensionierten Windkraftanlagen und fordert umfassende Studien \u00fcber m\u00f6gliche gesundheitsgef\u00e4hrdende Auswirkungen sowie gem\u00e4\u00df dem einzuhaltenden Vorsorgeprinzip einen ad\u00e4quaten Mindestabstand in besiedelten Gebieten. In Schweden haben Fach\u00e4rzte in der Schwedischen \u00c4rztezeitung im August 2013 auf die Gesundheitsrisiken durch Infraschall hingewiesen und festgestellt, da\u00df 30% der Anwohner davon betroffen sind. Die Abwehr dieser Gesundheitssch\u00e4den h\u00e4lt in Deutschland derzeit nicht Schritt mit der geplanten fl\u00e4chendeckenden, bedr\u00e4ngenden Entwicklung der Windkraft: Die Abwehr von Gesundheitssch\u00e4den kann nicht einer gewollten technischen Entwicklung geopfert werden, sondern muss zwingend mit dieser Entwicklung Schritt halten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mess- und Auswertungsvorschriften und die ben\u00f6tigten Schallprognosen im Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen sind erwiesenerma\u00dfen nicht zum Schutz der sensiblen Strukturen im menschlichen Organismus (Cochlea, Vestibularorgan) geeignet. Nur auf der Grundlage einer entsprechend spezifizierten und hinreichend sensitiven Messtechnik (z.B. mikrobarometrische Messverfahren) lassen sich zuk\u00fcnftig auch die erforderlichen ad\u00e4quaten Schutznormen entwickeln, sodass dadurch ein notwendiger und hinreichender Schutz vor Infraschallimmissionen gew\u00e4hrleistet wird. Die Problematik der gegenw\u00e4rtigen und somit ungeeigneten Schutznormen betrifft auch das Bundesimmissionsschutzgesetz sowie die dazugeh\u00f6rige TA L\u00e4rm mit der DIN 45680. Derzeit l\u00e4uft in Berlin noch das Novellierungsverfahren der DIN 45680 Norm f\u00fcr die Messung und Beurteilung tieffrequenter Ger\u00e4uschimmissionen, wozu auch Infraschall geh\u00f6rt. Diese \u00dcberarbeitung der als Schutznorm f\u00fcr den Gesundheitsschutz der Bev\u00f6lkerung gedachten Regelung sollte den rasanten technischen Entwicklungen der Emissionsquellen einerseits und dem vertieften Verst\u00e4ndnis \u00fcber gesundheitliche Immissionswirkungen andererseits Rechnung tragen. Dies ist im derzeitigen Entwurf der DIN 45680 allerdings nicht der Fall und hat zu einer F\u00fclle von medizinischen und wissenschaftlichen Einspr\u00fcchen gef\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zitate: <strong>Argumentation des \u00c4rzteforums Emissionsschutz AEFIS, Bad Orb:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. <\/strong><em>Die Orientierung an einer \u201cWahrnehmungsschwelle\u201d ignoriert bekannte Krankheitsentstehungswege&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Pathogene Wirkungen niederfrequenter Schallwellen entstehen tats\u00e4chlich auf Grund physiologischer und neurobiologischer Mechanismen und m\u00fcssen von der immer wieder ins Feld gef\u00fchrten Wahrnehmung jeglicher Art getrennt bewertet werden. Dies beruht auf der Tatsache, dass die Schallaufnahme bei weitem nicht auf das Geh\u00f6r beschr\u00e4nkt ist: bekannt sind heute die Schallaufnahme durch die \u00e4u\u00dferen Haarzellen des Innenohrs (OHCs) und durch das Gleichgewichtsorgan, wobei die neurologische Verarbeitung und die pathophysiologischen Auswirkungen jeweils durch EEG-Untersuchungen und entstehende Krankheitssymptome nachweisbar werden (Ising 1978, Kasprzak 2010, Krah\u00e9 2010, Holstein 2011). Medizinisch erfassbare Wirkungen und neurologische Reaktionen entstehen bei Langzeitbelastung mit LFN, aber auch bei Pegeln deutlich unter der \u201eWahrnehmungsschwelle\u201c durch Bahnungseffekte. Die Vielzahl der uns vorliegenden Kasuistiken zu den Langzeiteffekten von LFN zeigen gleichsinnige Verl\u00e4ufe und Symptomatiken. Die wesentlich geringere Erregungsschwelle des Gleichgewichtsorgans auf LFN (bei 10Hz etwa 45dB empfindlicher als das H\u00f6rorgan!) und die heute bekannte physiologische Funktion der \u201esaccular acoustic sensitivity\u201c bei der Verarbeitung akustischer Signale machen plausibel, warum die bislang angesetzte \u201cWahrnehmungsschwelle\u201d als Schutzgrenze unbrauchbar ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.<\/strong>K<em>urzzeitmessungen ignorieren Langzeitfolgen&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die im aktuellen DIN-45680-Entwurf bislang beschriebenen Infraschallwirkungen betreffen in der Regel h\u00f6here Pegel und kurzzeitige Expositionen. Die Norm ist \u201elangzeitblind\u201c, genau wie gerne zitierte Laboruntersuchungen zur Infraschallproblematik. Es ist aber in der Medizin bekannt, dass chronische Krankheiten nach dem Dosis-Wirkungsprinzip <sub>10&nbsp;<\/sub><\/p>\n\n\n\n<p>(Dosis im K\u00f6rper ist das Produkt aus Intensit\u00e4t mal Wirkungsdauer) auch durch unterschwellige Stressoren entstehen k\u00f6nnen, sofern die Sch\u00e4digungsdauer und die Periodizit\u00e4t zu einer Summation von selbst unterschwelligen Wirkungen f\u00fchren. \u201eDie Dosis macht das Gift\u201c. Gew\u00f6hnung als sensibilit\u00e4tsmindernde Adaptation ist in Bezug auf die neurologische (nicht psychoakustische!) Verarbeitung von Langzeit-LFN in der Medizin nicht bekannt. Im Gegenteil: je l\u00e4nger die Dauer der Exposition, desto mehr r\u00fccken unterschwellige Ereignisse, durch Bahnungseffekte, z.B. durch die Torw\u00e4chterfunktion des limbischen Systems, in den Bereich der medizinischen Wirksamkeit. Dieser Wirkmechanismus ist auch bei der Entstehung des Tinnitus beteiligt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.<\/strong><em>Tonalit\u00e4t und Impulshaltigkeit werden unterbewertet&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Wahrscheinlichkeit des Auftretens und die Schwere der Symptome sind neben dem Pegel und der Dauer der Exposition gegen\u00fcber LFN vor allem das Vorhandensein tonaler\/schmalbandiger Spitzen und spektraler Auff\u00e4lligkeiten. Diese erfahren durch Resonanzph\u00e4nomene in den Wohnr\u00e4umen der Betroffenen eher eine Verst\u00e4rkung, als dies f\u00fcr breitbandige Ger\u00e4usche der Fall ist (Ambrose \/ Rand 2012). Tonale Komponenten in tieffrequenten Ger\u00e4uschen sind typisch f\u00fcr technischen Quellen, die LFN emittieren. Sie tragen durch ihre charakteristischen Eigenschaften (Pegel \u00fcber Hintergrund, Frequenzstabilit\u00e4t) ganz wesentlich zu der Sch\u00e4digungs- und St\u00f6rwirkung tieffrequenter Schallbelastungen bei (Inukai 2004\/2005). Die besondere Bedeutung tonaler Anteile sind in der Akustik und L\u00e4rmwirkungsforschung seit Jahren bekannt und die zugrunde- liegenden Mechanismen in der neuronalen Verarbeitung von Schallreizen begr\u00fcndet. Die besondere Empfindlichkeit des Menschen f\u00fcr periodische Schallreize tiefer Frequenzen auch unterhalb der H\u00f6rschwelle wurde erstmalig schon 1967 belegt (Goldenstein). Die besondere Relevanz auch unterschwelliger tonaler Spitzen wurde j\u00fcngst erneut, sowohl von Ambrose und Rand (2012) als auch von Colin H. Hansen (2013) best\u00e4tigt. Die angestrebte Neufassung der DIN 45680 in Bezug auf die Tonhaltigkeit und Impulshaltigkeit der Schallemissionen von Windenergieanlagen und anderen LFN emittierenden Industrieanlagen w\u00fcrde eine deutliche Zunahme der unzumutbaren Belastungen durch technische Quellen nach sich ziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.<\/strong><em>Derzeitig benutzte Messtechnik, Auswertungsverfahren und Schallprognosen&nbsp;sind f\u00fcr Infraschall ungeeignet&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die sensiblen Strukturen im menschlichen Organismus (Cochlea, Vestibularorgan) k\u00f6nnen durch Aufnahme, Weiterleitung und Verarbeitung auch relativ schwacher und niederfrequenter Schallimmissionen gesch\u00e4digt werden. Es gilt also: die Verfeinerung der Mess- und Auswertungstechnik muss mit der Erkenntnis niedrigerer Wirkungsschwellen Schritt halten. Nur mit sensibler Technik (mikrobarometrische Messverfahren, FFT- Analyse) lassen sich sensible Strukturen sch\u00fctzen. Die in der angestrebten Neufassung der DIN 45680 beschriebene veraltete Messtechnik und die vereinfachten Auswertungsmethoden sind daher nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df und erf\u00fcllen weder qualitativ noch quantitativ die Erfassungsanforderungen, die notwendig sind, das Ziel dieser Norm zu erf\u00fcllen: Den Gesundheitsschutz der von den Immissionen betroffenen Menschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcr die Genehmigungspraxis von Windkraftanlagen g\u00fcltigen Verordnungen und Normen zur Abwehr von Emissionsfolgen in Deutschland geben de facto den aktuellen Wissensstand nicht wieder und lassen im internationalen Vergleich wesentlich zu niedrige Abst\u00e4nde der Emissionsquellen zur Bev\u00f6lkerung zu. Nicht umsonst haben gerade die Staaten mit vermehrter infraschallbezogener Forschung dem Bau von Windkraftanlagen gr\u00f6\u00dfere Auflagen erteilt (Portugal, \u00d6sterreich, Polen) oder Baustopps verf\u00fcgt, um Forschungsergebnissen nicht vorzugreifen (Australien, Kanada). Eine Erkenntnis l\u00e4sst sich auf jeden Fall aus den vorliegenden Informationen ableiten: Ein gro\u00dfer Abstand zur Windkraft-Emissionsquelle stellt eine gr\u00f6\u00dfere, aber nicht absolute Sicherheit vor emissionsbedingten Gesundheitssch\u00e4den dar. Der Bund l\u00e4sst \u00fcber die L\u00e4nder\u00f6ffnungsklausel Abst\u00e4nde bis zur 10 fachen Anlagenh\u00f6he zu. Im Sinne der Risikovorsorge haben andere Bundesl\u00e4nder (z.B. Bayern) die L\u00e4nder- \u00f6ffnungsklausel genutzt, die Gesundheit ihrer B\u00fcrger durch ausreichende Mindestabst\u00e4nde (10H) zu sch\u00fctzen. Bis zum Vorliegen belastbarer Ergebnisse aus Langzeituntersuchungen mit ausreichend gro\u00dfen Probandenzahlen und geeignetem Studienaufbau (siehe Machbarkeitsstudie) sollte daher auch f\u00fcr den Gesundheitsschutz der Bev\u00f6lkerung vorsorglich bundesweit der \u201eBayrische Mindestabstand\u201c von 10H festgeschrieben werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aktuelle Pressenotiz<\/em>: Unser n\u00f6rdlicher Nachbar D\u00e4nemark hat, nach einigen besorgniserregenden Vorf\u00e4llen, auf die Bedrohung durch die Windkraftanlagen reagiert: \u201eEin Gro\u00dfteil der d\u00e4nischen Kommunen hat die Pl\u00e4ne f\u00fcr neue Windparks auf Eis gelegt, bis die staatliche Untersuchung \u00fcber die Gesundheitsprobleme durch Infraschall abgeschlossen ist.\u201c Die Regierung in D\u00e4nemark hat einen entsprechenden Forschungs- auftrag an ein f\u00fchrendes Krebsforschungsinstitut vergeben, die Ergebnisse sind in 2017 zu erwarten.(www.welt.de)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Votum des \u00c4rzteforums AEFIS&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als \u00c4rzte sehen wir uns in der Pflicht, die Menschen vor den gesundheitlichen Nachteilen einer zunehmenden Technisierung unserer Umwelt zu sch\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gesundheitliche Schutzbereiche sind nicht verhandelbar und d\u00fcrfen nicht zum politischen Tauschobjekt werden.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gesundheit ist das h\u00f6chste Gut, welches wir besitzen. Wir wollen vermeiden, dass Menschen aufgrund fehlender Risikovorsorge erkranken. Es gibt bereits jetzt ausreichende wissenschaftliche Hinweise, die belegen, dass die derzeitige Praxis der Windkraftanlagenplanung nicht den wissenschaftlichen Erkennt- nissen gen\u00fcgt, um eine medizinische Unbedenklichkeit zu formulieren. Vor einem weiteren Ausbau der Windenergie sollte zum Schutz vor Immissionen dringend die Forschung auf diesem Gebiet intensiviert werden, um belastbare Informationen zu den erforderlichen Rahmenbedingungen zu erhalten. Ohne medizinische Grundlagenforschung bei offensichtlichen Nebenwirkungen darf kein technologischer Wandel in diesem Land vollzogen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00c4rzte stehen hier in der Verantwortung, ihre Stimme zu erheben und Fehlentwicklungen zu verhindern.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literaturreferenz (Auswahl): <\/strong><br>&#8211; Positionspapier zu Gesundheitsrisiken beim Ausbau Erneuerbarer Energien, AEFIS, \u00c4rzte f\u00fcr Immissionsschutz, Nov. 2014, <br>&#8211; World Health Organisation. Night noise guidelines for Europe. Copenhagen. 2009. <br>&#8211; Nissenbaum MA, Aramini JJ, Hanning CD. Effects of industrial wind turbine noise on sleep and health. Noise &amp; Health 2012;14: 237-43. <br>&#8211; Basner M, Babisch W, Davis A et al. Auditory and non-auditory effects of noise and health. Lancet 2013, dx.doi.org\/10.1016 <br>&#8211; Hume KI, Brink M, Basner M. Effects of environmental noise on sleep. 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